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Donnerstag, 23. Juli 2015

Decus, Libori, Galliæ

Symbolbild
Heu­te ge­denkt die Kir­che von Pa­der­born ih­res Diö­ze­san­pa­trons. Doch auch au­ßer­halb Pa­der­borns wird der Hei­li­ge Li­bo­ri­us ve­rehrt. Dies zeigt ein Hym­nus, der aus Malta stammt. Er wur­de im Jah­re 1878 von Giu­sep­pe Zam­mit auf Latein ver­fasst.
Decus, Libori, Galliæ,
Paderbornæ Præsidium
Audi preces, queis Insula
Te nostra supplex invocat.
Liborius, Ehre Frankreichs,
Paderborns Beschützer,
Höre die Gebete, mit denen unsere Insel
Dich flehendlich anruft.
Tu mira patras; lanquidis
Graves dolores detrahis;
Pressosque acutis calculis
Modis stupendis adjuvas.
Du vollbringst Wundertaten,
Erlösest Kranke von Schmerzen,
Denen, die an Steinkoliken leiden,
Hilfst Du auf wundersame Weise.
O magne cultor Numinis,
Solater alme pauperum,
In te Dei potentiam
Immensus orbis auspicit.
Du großer Gottesverehrer,
Du wohltuender Tröster der Armen,
In dir begreift alle Welt
Die Macht Gottes.
Sit laus, honor, sit gloria
Tibi, Trias sanctissima
Precante te Liborio,
Da juge nobis gaudium.
Lob, Ehre und Ruhm sei dir,
Heiligste Dreifaltigkeit,
Durch Vermittlung des Liborius
Schenke uns ewige Freude.

Dienstag, 3. Februar 2015

S. Blasio pro Civitate Balvensi

Symbolbild
In dem Buch „Bal­ve. Buch vom Sein und Wer­den der Stadt“ aus dem Jah­re 1930 fin­det man das ältes­te über­lie­fer­te Bla­si­us-Lied der Pfarr­kir­che St. Bla­si­us in Bal­ve ab­ge­druckt. Es trägt den la­tei­ni­schen Ti­tel „S. Bla­sio pro Ci­vi­ta­te Bal­ven­si“.
Über­lie­fert ist es in ei­ner Hand­schrift aus dem Jah­re 1648. Die Me­lo­die ist dort al­ler­dings nicht mit an­geführt und auch nicht be­kannt.

Dienstag, 4. Februar 2014

Blasius, genannt Uwe

Beim gest­ri­gen Pa­tro­zi­ni­um in der Pfar­rei St. Bla­si­us be­gann der Fest­pre­di­ger, der ge­bür­tig aus ei­nem Nach­bar­ort stammt, mit ei­ner klei­nen Ge­schich­te, die er selbst in den 50er Jah­ren als Ju­gend­li­cher oder jun­ger Mann in eben je­ner Kir­che er­lebt hat, in der er nun pre­dig­te:
Bei ei­ner Tau­fe frag­te der Pfar­rer, wie das Kind denn heißen soll. Die El­tern ant­wor­te­ten: „Uwe“, wor­auf der Pries­ter sag­te: „Den gibt es nicht!“ Noch zwei wei­te­re Ma­le frag­te er die El­tern und be­kam im­mer die Ant­wort, daß das Kind „Uwe“ heiße. Je­des­mal lehn­te je­doch der Pries­ter den Na­men mit dem Ver­weis: „Den gibt es nicht!“ ab. Ge­meint war na­tür­lich, daß es kei­nen Hei­li­gen mit dem Na­men gibt.
Schließlich kam er zum Punkt der ei­gent­li­chen Tau­fe und der Pries­ter sprach: „Bla­si­us, ich tau­fe dich im Na­men des Va­ters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes.“
Die El­tern und al­le An­we­sen­den wa­ren sprach­los und die Stim­mung war ent­spre­chend am Bo­den. Jah­re spä­ter nun, bat der Fest­pre­di­ger einen Pries­ter, der in der Ge­mein­de aus­half, mal nach­zu­se­hen, was der Pfar­rer da­mals denn ei­gent­lich ins Tauf­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ha­be. Dort stand zu le­sen:
»Bla­si­us, ge­nannt Uwe«

Donnerstag, 13. Juni 2013

Antonius hilft immer

Aus einer Predigt, die ein Pfarrer in einem Sauerländer Dorf gehalten haben soll. Den Namen des Pfarrers verschweigen wir aus Verschwiegenheit. Die ortsübliche Ausspracheweise wurde versucht schriftlich wiederzugeben:
»…Wie nun Maria und Choseff mit dem zwölfchährigen Chesuskind nach Cherusalem chingen, da war auf einmal das Chesuskind wech.
Und ßie ßuchten es überall. Da ßachte Choseff schließlich zu Maria: „Maria, wir wollen zum Heilchen Antonius beten, der hilft immer!“
Sie knieten sich hin und beteten andächtich drei Chechrüßetseißstumaria zum Heilchen Antonius, und dann fanden sie das Chesuskind denn auch richtich wieder.
Da ßeht'r mal wieder, cheliebte Chinder, der Heilche Antonius hilft immer…«
(Nach: Der liebe Gott und das Bodenpersonal)