Montag, 29. September 2014

Was ist der Mensch? 40/2014

»Der Mensch ist der Urheber seiner Handlungen, so gut wie er der Vater seiner Kinder ist.«
(Aristoteles)

Montag, 22. September 2014

Was ist der Mensch? 39/2014

»Siehe der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.«
(Gen 3,22)

Samstag, 20. September 2014

Aljotta

Die Al­jot­ta ist die mal­te­si­sche Ant­wort auf die Bouil­la­bais­se. Sie ist al­so ei­ne Fisch­sup­pe. Wie der Na­me schon erah­nen läßt, enthält sie auch ei­ni­ges an Knob­lauch (vgl. ital Aglio).
Wer nach Re­zep­ten für die­se Sup­pe im In­ter­net sucht, wird so ei­ni­ges fin­den und je­des Re­zept ist et­was an­ders, so­wohl was die Zuta­ten an­be­langt als auch was die Zu­be­rei­tung an­geht. Nach­fol­gend will ich mal mei­ne Va­ri­an­te vor­stel­len. Die­se kann der ge­neig­te Le­ser nach be­lie­ben verändern und ver­bes­sern, da sie si­cher noch nicht per­fekt ist. Im­mer­hin ha­be ich sie so jüngst erst­ma­lig ge­kocht und für gut be­fun­den. Ich würde sa­ge, sie kommt zu 80% an die Al­jot­ta her­an, die ich ei­ne Wo­che zu­vor auf Mal­ta ge­ges­sen ha­ben.
Ich ha­be das Re­zept in drei Kom­po­nen­ten auf­ge­teilt: Einen Fisch­fond, die To­q­li­ja und die Ein­la­ge, wel­che im­mer aus Reis und op­tio­nal zusätz­lich aus Fisch be­steht.

Fisch­fond
Vie­le Re­zep­te, die man im In­ter­net für ei­ne Al­jot­ta fin­det, ver­wen­den fer­ti­gen Fisch­fond aus dem Han­del. Man kann die­sen aber mit recht ein­fa­chen Mit­teln und hin­rei­chend schmack­haft selbst zu­be­rei­ten. Die Zuta­ten sind äußert preis­wert, da man nur Fisch­tei­le ver­wen­det, die sonst beim Händ­ler im Müll lan­den würden. Es ist teil­wei­se rat­sam die­se vor­zu­be­stel­len.
  • ca. 600g Fischab­schnit­te (Köpfe, Flos­sen etc)
  • 1 EL Oli­ven­öl
  • 1 Früh­lings­zwie­bel
  • 1 kl. Möhre
  • ca. 1/4 Fen­chel (ei­ne La­ge/Schif­fchen)
  • 1 wal­nuß­gro­ßes Stück Ing­wer
  • 1 ge­häuf­ten TL Salz
  • 1 TL leicht zer­sto­ße­ne Pfef­fer­kör­ner
  • 1/4 Li­ter Weiß­wein
  • 1 1/2 Li­ter Was­ser
Früh­lings­zwie­beln, Möhre, Fen­chel und Ing­wer in klei­ne Stü­cke schnei­den. Öl in ei­nem Topf er­hit­zen und das Ge­mü­se kurz dar­in an­schwen­ken. Mit Weiß­wein ab­lö­schen. Ge­wa­sche­ne Fisch­stü­cke dar­auf­le­gen und mit Was­ser auf­fül­len. Al­les zu­sam­men ei­ne Stun­de lang bei klei­ner Hit­ze zie­hen las­sen. Das Was­ser soll­te so ge­ra­de nicht mehr ko­chen.
Nach der Koch­zeit den Fond durch ein Haar­sieb oder bes­ser so­gar durch ein Tuch ab­sei­hen, so daß man einen recht kla­ren Fond be­kommt.
In die­ser Form ist der Fond be­wußt nicht be­son­ders sal­zig und auch sonst nur mo­de­rat ge­würzt. Es ist aber bes­ser nach­her die Sup­pe nach­zu­sal­zen als den Fond zu sal­zig zu ma­chen. Der Fond soll hauptsächlich Träger des fri­schen „Fisch­ge­schmacks“ sein.

Sau­ce (To­q­li­ja)
Ei­ne To­q­li­ja ist all­ge­mein ge­spro­chen ei­ne dick­flüssi­ge Sau­ce, die im We­sent­li­chen aus gedüns­te­ten Zwie­beln, Knob­lauch und To­ma­ten be­steht.
  • 3 EL Oli­ven­öl
  • 2 Zwie­beln
  • 10 Knob­lauch­ze­hen
  • 500g To­ma­ten: gr. Do­se (480g net­to) oder ge­häu­te­te, fri­sche, aro­ma­ti­sche
  • 1 EL To­ma­ten­mark
  • 1 EL fri­scher Ma­jo­ran
  • 1 EL fri­sche Min­ze
  • 1/2 Zi­tro­ne
  • zum Ab­schme­cken: Salz, Pfef­fer, Zi­tro­nen­saft
Zwie­beln fein ha­cken und im Oli­ven­öl et­wa 10 Mi­nu­ten an­düns­ten bis sie gla­sig wer­den. To­ma­ten­mark hin­zu­ge­ben. Dann den ge­hack­ten Knob­lauch hin­zu­ge­ben und mit­düns­ten. Der Knob­lauch darf da­bei nicht braun wer­den. Da­nach die To­ma­ten hin­zu­ge­ben. Zi­tro­ne fi­let­tie­ren und die Fi­lets klein schnei­den und hin­zu ge­ben. Die Min­ze und den Ma­jo­ran fein zer­schnei­den und eben­falls hin­zu­ge­ben.
Wenn die To­ma­ten an­fan­gen zu zer­fal­len mit dem Fisch­fond auf­gie­ßen und al­les ein­mal kurz auf­ko­chen las­sen. Dann die Ein­la­ge (s.u.) hin­zu­ge­ben. Am En­de al­les mit Salz, Pfef­fer und Zi­tro­nen­saft ab­schme­cken.

Ein­la­ge und Bei­ga­be
  • Reis
  • ggf. weißer Fisch, Scam­pi
  • Zi­tro­nen­spal­te oder Zi­tro­nen­schei­be
Die Sup­pe wird nor­ma­ler­wei­se oh­ne Fisch ser­viert, je­doch kommt im­mer Reis hin­ein. Je nach Reis­sor­te kann man die­ses un­ge­kocht in die Sup­pe ge­ben und dort quel­len las­sen oder aber kurz vor­ko­chen, bis er fast gar ist (2/3 Koch­zeit) und dann hin­ein­ge­ben und gar zie­hen las­sen.
Soll ei­ne Fisch­ein­la­ge in die Sup­pe, so ist es rat­sam, den Fisch se­pa­rat in et­was Was­ser, mit et­was Weiß­wein, Salz und Lor­beer­blatt ge­würzt, zu ga­ren oder zu düns­ten und vor dem Ser­vie­ren in die Sup­pe zu ge­ben. Es eig­net sich je­de Art nicht zu fet­ten Fi­sches mit wei­ßem Fleisch. Zusätz­lich kann man auch lu­xu­riös Scam­pis o.ä. hi­n­en­ge­ben.
Die Sup­pe kann man gut vor­ko­chen. Sie schmeckt bes­ser, wenn sie et­was durch­ge­zo­gen ist. Der Fisch kommt dann frei­lich erst kurz vor dem Ser­vie­ren in die Sup­pe.
Klas­si­scher­wei­se wird beim Ser­vie­ren ei­ne Zi­tro­nen­spal­te oder -schei­be an die Sup­pen­tas­se ge­steckt, so daß der Gast sich zusätz­lich fri­sche Zi­tro­ne hin­ein­drücken kann.

Gu­ten Ap­pe­tit

Freitag, 19. September 2014

Grabstein-Weisheiten XXVII

Es ruht hier die ehr- und tugendsame Jungfrau
Genovefa Voggenhuberin,
betrauert von ihrem einzigen Sohn.
(Grab in Brixlegg/Nordtirol)

Mittwoch, 17. September 2014

Letzte Chance?

In ei­nem Ar­ti­kel auf der In­ter­netsei­te des Erz­bis­tums Pa­der­born wird von ei­ner Ver­an­stal­tung zum um­strit­te­nen, neu­en Got­tes­lob be­rich­tet.
Dort steht gleich am An­fang in dem Ar­ti­kel ein (vor­geb­li­ches) Zi­tat von ei­nem Bi­schof, wel­ches sich ad hoc je­doch we­der ve­ri­fi­zie­ren noch ei­nem Na­men zu­ord­nen läßt:
»„Das neue Got­tes­lob ist die letz­te Chan­ce der ka­tho­li­schen Kir­che, den Glau­ben zu ver­mit­teln“, zi­tier­te Mon­si­gno­re Bern­hard Schrö­der einen un­be­nann­ten Bi­schof, der sich in­ten­siv mit dem neu­en Ge­bet- und Ge­sang­buch „Got­tes­lob“ beschäftig hat­te…«
„Na dann, Prost Mahl­zeit“, könn­te man den­ken. Doch die Re­de von der an­geb­lich „letz­ten Chan­ce“ ist nicht neu, son­dern taucht im­mer dann auf, wenn Leu­te mei­nen ei­ne und oft auch ih­re ei­ge­ne Sa­che als ganz wich­tig und al­ter­na­tiv­los her­aus­stel­len zu müs­sen.
So lud zum Bei­spiel im No­vem­ber 2011 im Bis­tum Mün­ster das Ka­tho­li­sche Bil­dungs­werk zu ei­ner „Zu­kunfts­werk­statt Kir­che“ nach Ge­scher ein, die den fra­gen­den Un­ter­ti­tel „Ei­ne (letz­te) Chan­ce für die Kir­che?“ trug.
Auch Kir­chen­re­bel­len be­die­nen sich die­ser rhe­to­ri­schen Fi­gur. Im Spie­gel Nr. 50 von 1994 war im Vor­feld zum Papst­be­such 1995 zu le­sen:
»Die Got­tes­wis­sen­schaft­ler Ott­mar Fuchs (Bam­berg), Nor­bert Grein­acher (Tü­bin­gen), Nor­bert Met­te (Pa­der­born) und Her­mann Stein­kamp (Mün­ster) rie­fen zum Wi­der­stand ge­gen Papst und kirch­li­che Ob­rig­keit auf - nach ih­rer An­sicht die ein­zi­ge The­ra­pie, die Hei­lung für die ma­ro­de Chri­sten-In­sti­tu­ti­on ver­spricht.
Ra­di­ka­le Re­for­men sei­en an­ge­sichts "der sich im­mer stär­ker zu­spit­zen­den Kri­se der ka­tho­li­schen Kir­che" die letz­te Chan­ce, sonst sei der "Mas­senex­odus der Gläu­bi­gen un­aus­weich­lich".«
Zwei der ge­nann­ten Her­ren, Nor­bert Grein­acher (83) und Her­mann Stein­kamp (75), sind in­zwi­schen eme­ri­tiert, Ott­mar Fuchs (69) lehrt noch in Tü­bin­gen und Nor­bert Met­te (67) in Dort­mund.
Die­se in­zwi­schen al­ten Her­ren, die die Kir­che si­cher über­le­ben wird, spra­chen al­so vor zwan­zig Jah­ren auch schon von der „letz­ten Chan­ce“. Da­mals soll­te sie in ra­di­ka­len Re­for­men zu fin­den sein, die The­men be­tra­fen, wel­che heu­te – ob­wohl ab­ge­schmackt – von re­form­wil­li­gen Knüt­ter­köp­pen und sol­chen die es wer­den wol­len, im­mer noch „heiß“ dis­ku­tiert wer­den.
Man kann sich al­so zu­rück­leh­nen und auf die näch­ste an­geb­lich „letz­te Chan­ce“ war­ten. Denn eins ist ge­wiss: Ir­gend­wer wird sie in na­her Zu­kunft wie­der pro­kla­mie­ren.

Montag, 15. September 2014

Was ist der Mensch? 38/2014

»Der Mensch ist zwar un­hei­lig ge­nug, aber die Mensch­heit in sei­ner Per­son muß ihm hei­lig sein.«
(Immanuel Kant)

Montag, 8. September 2014

Was ist der Mensch? 37/2014

»Der Mensch ist das einzige Wesen des Universums, das ungehorsam sein kann.«
(Ernesto Cardenal)

Mittwoch, 3. September 2014

Heiligenattribute von A bis Z (XXIV): P


In der Rei­he »Hei­li­ge­nat­tri­bu­te von A bis Z« will ich ver­su­chen ei­ne Über­sicht der At­tri­bu­te, die man in der Kunst den Hei­li­gen zu­ge­ord­net hat, zu er­stel­len.
Häufig pas­siert es nämlich, daß man die Ab­bil­dung oder Sta­tue ei­nes Hei­li­gen sieht, und nicht weiß, wer das ei­gent­lich ist, weil kein Schild darüber Aus­kunft gibt. Hier kann die­ses Re­gis­ter als Hil­fe die­nen. Die Über­sicht er­hebt aber kei­ner­lei An­spruch auf Vollständig­keit. Hier ist al­so Teil 24 der Lis­te.


Palette (Malerpalete) und Pinsel
  • Fra Angelico OP
  • Lukas, Evangelist
  • Tutilo von St. Gallen OSB
Pallium
  • allgem. Erzbischöfe
Palme
  • Angelus von Jerusalem OCarm
Palme als Stab
  • Christopherus
Palmzweig
  • allgem. Siegeszeichen, Märtyrer
Palmzweig mit drei Kronen
  • Raimund Nonnatus OdeMerc
  • Rita von Cascia OESA
Passionswerkzeuge
  • Achatius, Soldat (und 10.000 Märtyrer) von Armenien
  • Bernhard von Clairvaux SOCist, Abt
  • Johannes Licci OP
  • Johannes Marioni von Neapel OTheat
  • Longius von Cäsarea
  • Klara von Montefalco OESA
  • Maria Magdalena dei Pazzi OCarm
  • Paraskeve
  • Veronica Giuliani OSClCap
Patene
  • Wulfram von Sens OSB, Bischof
Patriachenkappe von Alexandrien
  • Cyrillus von Alexandrien, Bischof
  • Petrus I. von Alexandrien, Bischof
Personifikation: Erdteile
  • Ignatius von Loyola SJ
Personifikation: Justitia
  • Ivo Helory
Personifikation: Verleumdung
  • Johannes Nepomuk
Pfau
  • Liborius, Bischof
Pfauenfeder
  • Agnes von Rom
  • Dorothea von Cäsarea
  • Kolumba von Sens
Pfeil
  • Aegidius OSB, Abt
  • Christina von Bolsena
  • Edmund von Ostanglien
  • Eugenia (Gefährtin der Hl. Ursula)
  • Halvard
  • Kordula von Köln
  • Lambert von Mastricht, Bischof
  • Philomena von Rom
  • Sebastian
  • Theresia von Avila OCD
  • Thomas, Apostel
  • Ursula
Pfeil in der Kehle
  • Pinnosa von Essen
Pfeil(e) im Körper
  • Sebastian
Pfeile, Pestpfeile
  • Karl Borromäus, Bischof
  • Nikolaus von Tolentino OESA
Pfeile, zwei
  • Potentius von Steinfeld
Pferd
  • Eligius von Noyon, Bischof
  • Guido von Anderlech
  • Leonhard von Noblac, Abt
Pferd mit abgetrennten Bein oder Fuß
  • Eligius von Noyon, Bischof
Pferdekamm und Halfter
  • Marcellus I, Papst
Pferd, rotes
  • Demetrius von Saloniki
Pferd, weißes
  • Georg
Pflug
  • Isidor von Madrid
Pflugschar
  • Kunigunde
  • Richardis
Pfriemen in den Fingern
  • Benignus von Lyon
  • Crispin und Crispinianus
  • Erasmus von Formio, Bischof
  • Placidus OSB
Phrygische Mütze
  • Abdon und Sennen
  • Jakobus Intercisus
  • Manuel
  • Sabel und Ismael von Persien
Pilger
  • Kolumban von Luxeuil, Abt
  • Gertrud von Nivelles, Äbtissin
Pilger, zwei
  • Theobald von Thann
Pilgerstab mit Blättern
  • Christopherus
Pinsel
  • Lukas, Evangelist
Pinzette
  • allgem. Ärzte
Pistole
  • Ludwig Bertrand OP
Plan, Bauplan
  • allgem. Stifter oder Erbauer von Kirchen und Klöstern
Pokal
  • Eligius von Noyon, Bischof
  • Markus von Tours, Bischof
Posaunen des jüngsten Gerichts
  • Vinzenz Ferrer OP
Prinzessin
  • Georg

Dienstag, 2. September 2014

Kollekte für die „alte Messe“

Nächs­ten Sonn­tag, am 7. Sep­tem­ber 2014, ist die Kol­lek­te in der Mes­se um 11:00 Uhr in der Gau­kir­che in Pa­der­born für die Be­lan­ge der Fei­er der Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ri­tus.
Die­se Meßfei­ern fin­den re­gelmäßig sonn­tags um 11:00 Uhr in der Gau­kir­che in Pa­der­born und mitt­wochs um 18:30 Uhr in der Kryp­ta des Ho­hen Do­mes zu Pa­der­born statt.

Internetseite: judica-me.de


Nachtrag:
Die Kollekte erbrachte 272,50 Euro.

Montag, 1. September 2014

Was ist der Mensch? 36/2014

»Der Mensch ist ein Produkt seiner gesellschaftlichen Organisation, in der er lebt.«
(Friedrich Dürrenmatt)